20 April 2023

Ergebnisse der LASSO-mRCT-Studie in Shock veröffentlicht

Ergebnisse der LASSO-mRCT-Studie in Shock veröffentlicht

Die Ergebnisse der multizentrischen randomisierten klinischen LASSO-Studie wurden im Fachjournal Shock veröffentlicht.

In die Studie wurden Patienten mit abdominaler Sepsis, kompliziert durch septischen Schock, eingeschlossen (n=58) und im Verhältnis 2:1 in zwei Gruppen randomisiert. Beide Studiengruppen wurden nach dem Behandlungsstandard versorgt, die erste Gruppe erhielt zusätzlich eine Behandlung mit Efferon LPS. Die ersten 12 Stunden nach Beginn des septischen Schocks (definiert durch den Bedarf an Vasopressor-Infusionen zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks) bildeten das Zeitfenster für die Intervention.

Der Einsatz der Hämoperfusion mit Efferon LPS war mit einer signifikanten Verbesserung bei Patienten mit septischem Schock verbunden.

  1. Hämodynamische Parameter: Anstieg des mittleren arteriellen Drucks und Verringerung des Bedarfs an hochdosiertem Norepinephrin (beides nach 24 Stunden) sowie eine deutlich kürzere Schockdauer bei den Überlebenden (57 Std. gegenüber 101 Std.).
  2. Atemfunktion: Kürzere Beatmungsdauer bei den Überlebenden (2,6 gegenüber 4,8 Tagen), erhöhte kumulative Entwöhnung von der maschinellen Beatmung und ein Anstieg des PaO2/FiO2-Verhältnisses (ab 24 Stunden nach der Hämoperfusion).
  3. Nierenfunktion: Verringerte Serum-Kreatininwerte und reduzierter Bedarf an Nierenersatztherapie.
  4. Der Schweregrad des Multiorganversagens nahm ab 24 Stunden nach der Hämoperfusion ab, erkennbar an einem sinkenden SOFA-Score.
  5. Verringerte Werte der Entzündungsmarker PCT, CRP, IL-6 sowie der Leukozyten- und Neutrophilenzahlen gingen bei 75 % der Patienten mit einer Reduktion der bakteriellen LPS-Werte einher.

Die statistisch signifikanten Verbesserungen der Vitalparameter gingen einher mit Tendenzen zu einer erfolgreichen Auflösung des septischen Schocks (68 % gegenüber 45 % in der Kontrollgruppe nach 72 Stunden) und einer erhöhten 3-Tage-Krankenhausüberlebensrate gegenüber der Kontrollgruppe (87 % bzw. 60 %, p=0,012). Ein Trend zu einer verringerten Krankenhausmortalität, einschließlich der 28-Tage-Mortalität, in der Efferon-LPS-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe war nicht signifikant (47 % gegenüber 55 %, p=0,783) und erfordert weitere Studien mit größerer statistischer Aussagekraft.

Der vollständige Text ist verfügbar unter: https://doi.org/10.1097/SHK.0000000000002121

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